Die Brother Islands gehören zu den besten Tauchplätzen der Welt. Die „beiden Brüder“ ragen extrem steil aus der Tiefe hervor und sind etwa 150 km von der Küste entfernt.
Der Kleine Bruder, der 1 Seemeile südlich des Großen Bruders liegt, ist rundlich und hat einen Durchmesser von ca. 50 m. Das Nordplateau eignet sich hervorragend zur Beobachtung von Haien, die hier regelmäßig vorbeiziehen. Dann lässt man am besten die Strömung entscheiden, welche Seite man betaucht, um zum Ankerplatz am Südplateau zu kommen. Die Ost- und die Westseite sind mit einer reichhaltigen Meeresfauna und -flora bestückt, wobei die etwas geschütztere Ostseite mehr Weichkorallen und die Westseite wegen der Brandung mehr Hartkorallen aufweist. Im etwas tieferen Bereich erwartet den Taucher ein prächtiger Gorgoniengarten. Neben den unterschiedlichsten Haiarten sind auch Mantas keine Seltenheit. Bei all den Großfischen gibt es auch eine Vielfalt an kleineren Fischen, die sich nahe um das Riff herum tummeln. Selbst beim Sicherheitsstop unter dem Boot wird es nicht langweilig, da heimische Seidenhaie hier oft ihre Runden ziehen und Tauchern gegenüber weniger scheu sind.
Der Große Bruder ist 400 m lang und 90 m breit. Hier steht ein Leuchtturm, der im Jahre 1883 erbaut wurde und heute durch das Militär genutzt wird.
An der Nordspitze befindet sich das Wrack der NUMIDIA. Dieser Frachtdampfer war 150 m lang und erstreckt sich von der Oberfläche senkrecht in die Tiefe bis auf ca. 80 m. Das Schiff ist vor fast 100 Jahren gesunken und weist somit einen reichhaltigen Korallenbewuchs auf.
Das gesunkene Schiff bietet im diffusen Morgenlicht einen faszinierenden Anblick. Am Wrack angekommen kann man in aller Ruhe Haie beobachten, die draußen im Blauwasser ihre Runden drehen. Ein wunderschönes Erlebnis. Aber der große Bruder hat noch mehr zu bieten. Steilwände, die im oberen Bereich mit unzähligen Hart- und Weichkorallen und weiter unten mit riesigen Gorgonien bewachsen sind. Die Vielfalt an Fischen ist enorm, Zackenbarsche, große Gruppen von Schnappern, Meerbrassen und Barben sowie kleine Gruppen von Stachelmakrelen, um nur einige zu nennen. Auch lohnt es sich, ab und zu einen Blick ins offene Meer zu werfen, denn man wird mit Haien, Barrakudas und mit etwas Glück sogar mit einem Mondfisch belohnt.
Ein weiteres Highlight ist das 82 m lange Dampfschiff AIDA, das 1957 gesunken ist. Es liegt in einer Tiefe von 30 – 65 m und ist ein idealer Ort, um der Unterwasserfotografie zu frönen. Da das Wrack sehr tief liegt, eignet es sich nur für sehr erfahrene Taucher!
Da bei den Brother Islands aus Sicherheitsgründen keine Nachttauchgänge gestattet sind, sollte man in den späten Nachmittagsstunden die Gelegenheit nutzen, der Insel und ihren Bewohnern einen Besuch abzustatten. Man kann die Aussicht vom Leuchtturm genießen, sich etwas die Füße vertreten und bei einem Tee ein „Schwätzchen“ mit den Inselbewohnern halten.
Das Daedalus-Reef - ist ein weitläufiges Tauchgebiet, welches den unterschiedlichsten Wünschen und Ansprüchen entspricht. Man trifft hier nicht viele Boote an, da es nicht auf den üblichen Safari-Routen liegt und ca. 4 Stunden vom Festland entfernt ist.
Aus diesem Grund sind die Tauchplätze am Daedalus-Reef auch heute noch nahezu jungfräulich, was den besonderen Reiz dieses Tauchzieles ausmacht. Um die riesige Riffplatte, die bis nahe unter die Wasseroberfläche reicht, fällt das Riff recht steil ab.
Die Fahrt mit dem Zodiak zur Nordspitze dauert zwar etwas länger, dafür wird man mit einem fantastischen Tauchgang entschädigt. Das Riff fällt hier extrem steil ab, was den Nervenkitzel, besonders im diffusen Morgenlicht, etwas erhöht. Nicht selten kommen Hammerhai-Schulen bis nahe ans Riff um neugierig die Blubber-Fische zu beäugen. Ansonsten besticht das Deadalus-Reef mit einer extremen Vielfalt an prächtigen Korallenkolonien in den spektakulärsten Farben. Es ist Anziehungspunkt für viele Fischarten aus dem offenen Meer. Auch gibt es hier Riff-Fische in Hülle und Fülle. Und Muränen, Schildkröten oder Napoleonfische sind ebenfalls keine Seltenheit. Besonders begeisternswert ist die enorm große und dichtbesiedelte Anemonenstadt.
Am legendären Elphinstone-Reef trifft man neben Hammer- und Riffhaien auch öfter den Hochsee-Weißspitzenhai an. Ein ganz besonderes Erlebnis. Die Seitenwände fallen steil ins Meer ab. Sie sind mit einer Vielfalt an Korallen bewachsen und von den unterschiedlichsten Fischarten bevölkert sind. Auch Mantas schauen hier regelmäßig vorbei.
(von: www.art-of-active.com)
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